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04.02.2019 | News

Kurze Sprints zum großen Ziel

Wenn aus Visionen neue Produkte werden sollen, setzen immer mehr Projektverantwortliche zur Organisation des Entwicklungsteams auf eine Methode namens Scrum. Scrum ist das agile Programmiergerüst mit dem größten Verbreitungsgrad. Es kommt aus der Software-Entwicklung, wobei es auch in anderen Branchen, wie Automotive oder im Maschinenbau Versuche der Anwendung gibt, um höhere Produktivität und vor allem kürzere Innovationszyklen zu unterstützen.

Doch was kann Scrum, englisch wörtlich „Gedränge“, was herkömmliche Projektmanagement-Methoden nicht (mehr) leisten? Ziel ist die schnelle und kostengünstige Entwicklung von Produkten entsprechend einer formulierten Vision. Allerdings mit dem Bewusstsein, dass viele Projekte zu komplex sind, um von A bis Z durchgetaktet werden zu können. Daher gibt es „Sprints“. In den ein bis vier Wochen langen Zyklen bekommen Entwicklungsteams jeweils eine alleinige Aufgaben. In Reviews wird kontrolliert, ob die Ziele erreicht wurden. Die Transparenz über den Fortschritt des Produkts und des Sprints – innerhalb und außerhalb des Teams – ist Teil von Scrum.

Dynamik in den Griff bekommen

„Schnelllebigkeit und Konkurrenzdruck kennzeichnen das Umfeld von Organisationen und Projekten. Scrum ist eine sinnvolle Möglichkeit, um Komplexität, Dynamik und deren schwere Planbarkeit besser handhaben zu können“, sagt Manfred Pfeifer, Geschäftsführer der next level academy. Um Scrum zu implementieren, brauche es eine gewisse Experimentierfreude, vor allem an Beginn eines Projektes, wenn das Ergebnis nicht im Detail geplant werde. „Es wird die menschliche Komponente in den Vordergrund gerückt und ein Loslassen von Struktur zugunsten von mehr Flexibilität und Kundenfokussierung sichergestellt. Das bedeutet mitunter eine dramatische Änderung des Mindsets der beteiligten Personen“, sagt Pfeifer. Die Vorteile seien bessere Produktqualität und höhere Produktivität. Wer sein Scrum-Wissen vertiefen will, kann das etwa im Seminar „Scrum Advanced for Scrum Masters“ tun. In Kooperation mit der FH Technikum Wien wird auch das Basis-Seminar „Scrum in Projekten nutzen“ angeboten.

Aufbauend auf diese beiden Kurse gibt es zahlreiche Zertifizierungsvorbereitungen, wie etwa zum Professional Scrum Master, Professional Scrum Product Owner oder PMI Agile Certified Practitioner (PMI-ACP)®. Es ist wichtig zu verstehen, dass Scrum kein in Stein gemeißeltes Ziel für die nächsten fünf, zehn Jahre definiert. Vielmehr arbeitet es mit einem Zeitfokus von Monaten, weil in dieser schnelllebigen Zeit vielfach eine ständige Anpassung an den Markt gefordert ist.

(Interviewausschnitt von Manfred Pfeifer mit "Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2019)

 

Hier geht es zur gesamten Übersicht unserer Trainings zum agilen Arbeiten.

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